Massive Turbulenzen an den Börsen: Was sollen Kleinanleger tun?
Die Turbulenzen an den internationalen Börsen sind massiv. Binnen weniger Stunden verloren große Unternehmen, wie MAN, BMW, ThyssenKrupp oder RWE mehrere Prozentpunkte an Wert. Der DAX sackte ebenfalls deutlich ab und nicht nur in Deutschland zeigt sich dieses Szenario. Weltweit sind die Börsen von sehr heftigen Bewegungen betroffen, so dass sich mancher Kleinanleger die Frage stellt, wie er sein Geld anlegen soll.
Halten, kaufen oder abstoßen? Auf die Ziele kommt es an
Mancher Kleinanleger überlegt derzeit, ob er sein Aktienvermögen bei solch rasanten Turbulenzen und Talfahrten tatsächlich noch halten soll oder ob der Abstoß die bessere Variante ist, um Verluste in Grenzen zu halten. Andere wiederum stellen sich die Frage, ob es nicht gerade jetzt, bei tiefen Aktienkursen, sinnvoll sei, in genau diese Werte zu investieren.
Hier kommt es immer auf den eigenen Anlagehorizont an. Wer langfristige Geldanlagen mit attraktiver Rendite sucht, für den ist der Aktienmarkt nach wie vor die beste Wahl. Längerfristig sind die Renditen immer wieder als sehr positiv zu bezeichnen. Kurzfristige Anlagen sind bei Aktien allerdings wenig ratsam. Insgesamt sollten Anleger auch stets auf ein breit gestreutes Portfolio achten. Die Risikostreuung bringt insgesamt geringere Verluste und einen Werterhalt des Vermögens.
Sichere Anlagen bringen wenige Prozente
Aufgrund der Unsicherheiten an den Aktienmärkten entscheiden sich derzeit viele Anleger eher für sichere Anlagen, wie das Tages- oder Festgeld. Hier erhalten sie zwar nur sehr geringe Zinsen, die teilweise schon vollständig von der Inflation aufgefressen werden, sie können aber zumindest ihr Vermögen erhalten. Idealerweise werden solche Konten auch nur bei Banken eingerichtet, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen, um Verluste weitestgehend auszuschließen.
Aktien bergen langfristig Sicherheiten
Auch wenn die Aktienmärkte derzeit sehr viel Bewegung zeigen, leider nicht unbedingt in die gewünschte Richtung, für langfristige Anlagen sind sie allemal geeignet. Wer auf starke Unternehmen setzt, wie Siemens, BASF oder die Allianz, der kann davon ausgehen, dass sich die Kurse wieder erholen werden. Durch die Aktien erhält man zudem einen Sachwert, da man Miteigentümer realer Unternehmen mit Produkten, Maschinen, Patenten und Immobilien ist. Die großen Unternehmen, die seit mehr als 100 Jahren bestehen, haben nicht nur zahlreiche Krisen überstanden, sondern sogar Kriege. Langfristig werden sich diese Aktienkurse wieder erholen, so dass bei längerfristigem Anlagehorizont die Aktien gehalten werden sollten.
Kapitallebensversicherungen sind nicht betroffen
Ebenfalls macht sich so mancher Anleger Gedanken darüber, ob auch seine Kapitallebensversicherung von den Krisen am Aktienmarkt betroffen sein könnte. Seit der Weltwirtschaftskrise und der Finanzkrise haben sich die Versicherer aber entschlossen, den Aktienanteil im Portfolio deutlich zu senken. Dieser liegt mittlerweile bei unter zehn, teilweise sogar nur fünf Prozent. Auswirkungen haben die Schwankungen am Aktienmarkt zudem nur auf die Überschussbeteiligung, die nicht garantiert wird. Der Garantiezins für die Kapitallebensversicherung bleibt dagegen jederzeit bestehen.
Gold als Krisenwährung
Gerade in Zeiten von Turbulenzen an den Finanzmärkten werden die Rufe nach Investitionen in Gold wieder lauter. In den letzten Tagen näherte sich der Goldpreis einer absoluten Rekordmarke: 1.800 Dollar pro Feinunze sind durchaus denkbar. Der hohe Goldpreis freut all diejenigen Anleger, die bereits in Barren oder Krügerrand investiert haben. Neue Anleger fragen sich derzeit, ob sich die Investition noch lohnt. Bereits im vergangenen Jahr sahen viele den Goldpreis schon auf dem höchsten Punkt, doch sie irrten sich, denn der Anstieg hielt weiter an. Allerdings bietet die Anlageform Gold weder Zinsen noch Dividenden. Die Preise werden lediglich durch die Nachfrage bestimmt und diese kann sinken, damit verbunden natürlich auch der Goldpreis. Von daher sollten Anleger nur einen begrenzten Teil ihres Vermögens in Gold investieren.
Immobilien in der Krise
Auch das bekannte Betongold, also Immobilien, sind in Krisenzeiten eine begehrte Geldanlage. Hier handelt es sich schließlich um reale Werte. Was viele dabei übersehen: Immobilien bringen nicht nur Renditen, sondern sie kosten in erster Linie Geld. Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen verschlingen bereits einen Großteil der Gewinne. Ohnehin können Gewinne nur dann erzielt werden, wenn man sich für die richtige Lage entscheidet. Szeneviertel in den Großstädten zählen dazu, aber auch die Ballungsräume rund um München oder Frankfurt. Wer jedoch ein günstiges Haus oder eine Wohnung sucht, muss in Gegenden suchen, die von großer Abwanderung betroffen sind. Diese Immobilien bringen beim späteren Verkauf aber kaum mehr den einst bezahlten Kaufpreis ein.
Weitere Geldanlagen
Nachdem nun all diese Möglichkeiten der Anlageformen für Kleinanleger ausgeschöpft sind, aber alle nicht das Gelbe vom Ei darstellen, bleibt die Frage, welche Möglichkeiten es noch gibt. Exotische Varianten sind dann noch denkbar, aber ebenfalls wenig ratsam. Wenn überhaupt, sollten nur Teile des Vermögens in selbige investiert werden. So könnten zwar Schweizer Franken oder japanische Yen sinnvoll sein, doch die Entwicklung ist nicht vorherzusehen. Gleiches gilt für die Anlage in Rohstoffen oder Anleihen der Schwellenländer. Hier kann man vielfach keine längerfristigen Prognosen starten, auch wenn der Schweizer Franken derzeit einen Höhenflug hinlegt, der Seinesgleichen sucht.
Benutzeranmeldung
Pressekategorien
- Bank/Geld/Devisen
- Börse/Aktien/Anlagen
- Corporate Events
- Ergebnisse & Gewinne
- Firmen/Unternehmen/Startups
- Fusionen, Akquisationen & Übernahmen
- IPOs
- Immobilien
- Joint Ventures
- Karriere/Arbeit/Beruf
- Kredit/Finanzierung
- Marketing
- Personelle Veränderungen
- Produkte
- Recht, Gesetz
- Versicherung, Vorsorge
- Wirtschaft
Empfehlungen
- Mehr Pressemitteilungen im deutsche Presse- PR Portal
- Pressebilder bei PRimages.com
- Tourismus News und Presse bei TourismusPR
- Mit einem Stromvergleich Energiekosten sparen
- Günstige Sofortkredite im Vergleich
Finanz-News.org
Finanz News Today
