Deutsche Kids sind sparsam
Eine aktuelle Studie des Westdeutschen Rundfunks (WDR) unter dem Titel „Ohne Moos nix los – Wie junge Menschen über Geld und Finanzen denken“ sorgte in diesen Tagen für Aufsehen. Die Studie, die insgesamt 1.017 Jugendliche und junge Erwachsene rund um die Themen Finanzen und Sparen befragte, wurde am 11.08.2011 in Köln veröffentlicht.
Ziel des WDR war es, eine unabhängige und repräsentative Umfrage zu starten, die das Finanzwissen junger Menschen darstelle. Das sei bestens gelungen und zeige, dass deutsche Jugendliche und junge Erwachsene keinesfalls so verschwenderisch seien, wie oftmals angenommen. Die ermittelten Ergebnisse wurden mit ähnlichen Ergebnissen aus Umfragen der deutschen Gesamtbevölkerung verglichen. Daraus ergab sich, dass Jugendliche und junge Erwachsene oft ein besseres Finanzwissen aufwiesen, als die reifere Generation.
Altersvorsorge und Sparen stehen im Vordergrund
Der aktuellen Untersuchung zufolge gaben 80 Prozent der Befragten an, dass die Altersvorsorge ein besonders wichtiger Punkt sei und damit nicht früh genug angefangen werden könne. Auch das Sparen sehen viele Befragte als besonders wichtig an. Lediglich 18 Prozent gaben an, dass nicht genügend finanzielle Mittel vorhanden sein, um etwas zur Seite zu legen. Dem stehen 74 Prozent gegenüber, die monatlich Mittel weglegen, um Rücklagen zu haben. Auch die Rente sei ein wichtiger Grund zum Sparen, äußerten sich 34 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Ebenfalls wurde in der Studie danach gefragt, wie man dem Thema des Schuldenmachens gegenüber stehe. Insgesamt sahen 52 Prozent der Jugendlichen Schulden als nicht in Ordnung an. Anlageberater, Banken und Co. sollten hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit bewertet werden. Die Banken empfanden die Jugendlichen zu 53 Prozent als sehr verlässlich. Die Eltern dagegen gaben nur 52 Prozent als verlässliche Informationsquelle an und den Finanzberatern vertrauten immerhin noch 49 Prozent der Jugendlichen. Hier ergibt sich ein deutlicher Kontrast im Vergleich der Einstellung der Gesamtbevölkerung. Denn diese vertraut den Finanzberatern nur zu 20 Prozent.
Welche Informationsquellen sind wichtig?
Darüber hinaus befasste sich die Studie mit der Frage danach, woher die Jugendlichen ihre Informationen rund um Geld und Finanzen beziehen. Dabei zeigte sich, dass das Internet, die Eltern und die Bank die wichtigsten Informationsquellen sein, sie wurden von 80 Prozent der Befragten angegeben.
Immerhin 25 Prozent der Jugendlichen nutzten auch die Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest als wichtige Informationsquelle. Bei der Frage nach dem Interesse an Geld und Finanzen antworteten drei Viertel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit „sehr“ oder „etwas“ interessiert. Nur 4,5 Prozent waren laut Umfrage überhaupt nicht interessiert an diesen Themen. Ebenfalls gaben mehr als drei Viertel der Befragten (79 Prozent) an, dass sie gut mit Geld umgehen könnten.
Fazit von Oehler
Der Finanzwissenschaftler Andreas Oehler hatte die Studie begleitet und sie anhand wissenschaftlicher Daten analysiert. Die Ergebnisse sprechen seinen Aussagen zufolge dafür, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene sehr gut im Finanzbereich auskennen und auch sehr daran interessiert seien. Auffallend sei laut Oehler vor allem das große Interesse an Finanzthemen, das deutlich über dem der Gesamtbevölkerung liege.
Das Wissen rund um Aktien, Fonds, Wertpapiere, Zertifikate, Gold und Co. sei sehr stark ausgeprägt. Darüber hinaus wissen die Kids von heute bestens, dass ein gutes Portfolio einen gekonnten Mix aus verschiedenen Anlagen beinhaltet und nicht nur eine einzige Strategie verfolge. Die Bedeutung der Diversifikation und der Risikostreuung sei jungen Menschen in Deutschland längst bewusst. Die Trends der vergangenen Jahre, dass Jugendliche hohe Schulden machen, seien der aktuellen Studie zufolge jetzt der Vergangenheit zuzurechnen, heißt es weiter. Demnach dürfte sich Deutschland auf vernünftige und sparfreudige Jugendliche freuen, die ihr Leben fest in den Griff bekommen. Sicher ist aber auch, dass es immer Ausnahmen geben wird. Schulden werden nicht einfach verschwinden und niemand ist vor ihnen gefeit, da gerade unvorhergesehene Kosten und Ausgaben dazu zwingen, Schulden anzuhäufen.
Benutzeranmeldung
Pressekategorien
- Bank/Geld/Devisen
- Börse/Aktien/Anlagen
- Corporate Events
- Ergebnisse & Gewinne
- Firmen/Unternehmen/Startups
- Fusionen, Akquisationen & Übernahmen
- IPOs
- Immobilien
- Joint Ventures
- Karriere/Arbeit/Beruf
- Kredit/Finanzierung
- Marketing
- Personelle Veränderungen
- Produkte
- Recht, Gesetz
- Versicherung, Vorsorge
- Wirtschaft
Empfehlungen
- Mehr Pressemitteilungen im deutsche Presse- PR Portal
- Pressebilder bei PRimages.com
- Tourismus News und Presse bei TourismusPR
- Mit einem Stromvergleich Energiekosten sparen
- Günstige Sofortkredite im Vergleich
Finanz-News.org
Finanz News Today
